Was ist ein Businessplan?

Was ist ein Businessplan?

Es gibt viele Fragen zum Thema Businessplan. Braucht man Ihn oder nicht? Ist der Businessplan nur der Finanzierungsteil? Wie lang muss der Textteil eines Businessplans sein? Womit fange ich an? Was muss der Plan beinhalten? Viele Gründer sind mit diesen Fragen völlig überfordert, weil Ihr Fokus auf der Gründungsidee und auf den Produkten liegt. Aber zurück zum Anfang. Was ist ein Businessplan überhaupt? Wir haben die Definitionen aus dem Netz zusammengefasst:

„Der Businessplan übersetzt eine Idee in ein vollständiges Konzept. Hierbei kann es sich um eine Geschäftsidee für ein Produkt, eine Dienstleistung oder einfach eine neue Filiale eines Franchise-Systems handeln. Der Plan hilft dem Unternehmer bei der Planung seines Vorhabens. Es ist sein roter Faden. Außerdem kann das Konzept bei Kreditgebern und Fördergeldstellen vorgelegt werden,  um Zuschüsse wie zum Beispiel RWP-Mittel, Fördergelder, Bürgschaften und Beteiligungskapital zu erhalten.“

Zu beachten ist, das Zuschüsse immer Schenkungen sind. Und nun können Sie selbst entscheiden wie wichtig Ihnen Ihr individueller Businessplan ist.

Diese Definition ist sehr umfangreich. Kurz gesagt: Mit dem Businessplan legen Sie Ihren Fahrplan fest. Außerdem können Sie ihn bei Banken vorlegen, damit diese sich einen Überblick über Ihr Unternehmen verschaffen können. Ein professioneller Businessplan ist für die meisten Geldgeber eine Grundvoraussetzung für die Kreditvergabe!

Im Vorfeld ist der Businessplan ein Blick in die gläserne Kugel. Die Fördermittelgeber entscheiden, ob Ihre Vision tragfähig beziehungsweise umsetzbar ist.

 

Was gehört in einen Businessplan?

Sie wissen jetzt was ein Businessplan ist. Aber was genau muss hinein?

Der Plan besteht traditionellerweise aus einem Textteil und der Finanzplanung.

In dem Textteil beleuchten Sie Ihre Geschäftsidee in alle Facetten. Rücken Sie sich und Ihre Geschäftsidee in das richtige Licht. Gehen Sie auf Veränderungen in der Branche ein und beschreiben Sie, warum Ihr Produkt am Markt bestehen wird. Im Marketing sprechen wir von dem sogenannten USP. Übersetzt bedeutet das Unique (Einzigartig) Selling (Verkauf) Point (Argument), Ihr einzigartiges Verkaufsargument, Ihr Alleinstellungsmerkmal. Verinnerlichen Sie bitte, dass Sie sehr oft von Fördermittelgebern auf Ihr USP angesprochen werden. Wie werden Sie Kunden ansprechen und wie wollen Sie das Produkt zum Kunden bringen? All das gehört in den Businessplan! Laden Sie sich unsere kostenlose Strukturvorlage herunter und lernen Sie worauf es ankommt.

Die Finanzplanung ist erfahrungsgemäß die schwierigste Aufgabe nicht nur für unerfahrene Gründer, sondern auch für Unternehmen, die jahrelang am Markt sind. Hier geht es in erster Linie um die finanzielle Entwicklung Ihres Unternehmens. Wie viel Geld benötigen Sie für Ihr Vorhaben und wie rentabel wird es voraussichtlich sein? Wie sieht die Liquiditätsplanung aus? Für die Darstellung der Zahlen werden aufwendige Excel-Tabellen benötigt. Sie sollten auf jeden Fall einen Gründungsberater hinzuziehen.

Auch wenn Sie kein Gründer sind, sollten Sie sich dieser Thematik stellen. Gerade Unternehmer, die über mehrere Jahrzehnte hinweg nur eine Hausbank haben, werden feststellen müssen, dass diese Ihre Sicherheit im Fokus hat. Deshalb haben Unternehmen, die jahrelang am Markt nur mit einer Hausbank arbeiten, oftmals Schwierigkeiten Projektfinanzierungen zu platzieren.

Ich hoffe wir konnten die Frage „Was ist ein Businessplan?“ ausreichend beantworten. Weiterführende Informationen finden Sie ebenfalls unter dem Reiter Businessplan. Lesen Sie sich auf jeden Fall auch die Broschüre des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch.

Für wen schreibe ich den Businessplan?

Der Businessplan ist also Pflicht. Doch Sie werden sich fragen für wen Sie den Plan verfassen sollen. Die Antwort ist einfach.

In erster Linie schreiben Sie den Plan für sich selbst! Selbstverständlich wollen Sie den Plan auch bei Banken und Fördergeldstellen einreichen, um Zuschüsse und Kredite zu beantragen. Doch bevor Sie damit anfangen, müssen Sie Ihre Geschäftsidee in allen Aspekten durchleuchten. Mehr Informationen zu Struktur und eine kostenfreie Vorlage finden Sie hier. Nachdem Sie den Plan in Zusammenarbeit mit Ihrem Gründungsberater erstellt haben, können Sie Ihr Vorhaben selbstbewusst und ohne Wissenslücken präsentieren.

Daraufhin können Sie sich mit Geldgebern in Verbindung setzen. Für diese sollten Sie den Plan modifizieren:

  1. Banken und Kreditgeber: Diese interessieren sich vor allen Dingen für die Rentabilität und die Erfolgschancen Ihres Unternehmens. Deshalb sollten Sie die Finanzierung nach der Best-Case-Methode erstellen. Die Banken werden somit erkennen, dass Ihr Unternehmen erfolgreich ist und diese somit Ihr Geld zurückbekommen.
  2. Fördergeldstellen (Agentur für Arbeit, etc.): Erstellen Sie die Finanzierung nach der Worst-Case-Methode. Falls Sie einen hohen Gewinn angeben, können sich die Fördergeldstellen gegen eine Förderung entscheiden, da Sie „genug verdienen“.

Mehr allgemeine Tipps finden Sie hier.

Falls Sie noch weitere Fragen zum Businessplan haben, lassen Sie uns doch bitte einen Kommentar da!

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