Finanzierung

Der nächste Schritt – Die Finanzierung

Sie haben Ihre Geschäftsidee in einen wasserfesten Businessplan umgewandelt? Sehr gut, dann sind Sie jetzt bereit für die Finanzierung. Falls Sie ausreichend Eigenkapital mitbringen, ist dieser Abschnitt uninteressant für Sie. Die meisten Gründer brauchen jedoch eine Anschubfinanzierung durch öffentliche Förderkredite. Doch wer kommt eigentlich als Geldgeber für Sie infrage? Die kommenden Zeilen werden es Ihnen verraten.

Kredite sind nicht umsonst – auch nicht für Unternehmer und Gründer. Aber es gibt Förderkredite, die es Gründern und Unternehmern einfacher machen, Ihr Vorhaben zu finanzieren und in die Tat umzusetzen. Diese Kredite sind gerade für Gründer konzipiert, da Sie wenige oder keine Sicherheiten benötigen. Klassische Kredite für Gewerbekunden müssen in vielen Fällen zu 100% abgesichert werden.Besonders erwähnenswert sind die tilgungsfreien Zeiten, die die Liquidität des Unternehmens in den ersten zwei Jahren steigern. Das Startgeld der KfW-Bank (Laufzeit 10 Jahre) muss erst ab dem 25. Monat zurückgezahlt werden.

Förderkredite der KfW-Bank müssen immer über eine Hausbank beantragt werden. Im Folgenden finden Sie verschiedene Möglichkeiten für Ihre Finanzierung. Ihnen wird sicher die Reihenfolge auffallen. Diese wurde so gewählt, dass Sie erkennen, welche der Möglichkeiten für Sie am günstigsten ist.

Finanzierung

Ihre Möglichkeiten zur Finanzierung (bis 100.000 Euro)

1. Das Startgeld der KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau

Das StartGeld der KfW, auch als ERP-Gründerkredit bekannt. Mit dieser Form der Finanzierung können Sie nichts falsch machen. Sie brauchen kein Eigenkapital und mit 2,07% p.a. effektivem Jahreszins ist der Kredit wirklich günstig. Das Startgeld ist auf eine Summe von 100.000 Euro begrenzt.

Diesen Kredit beantragen Sie allerdings nicht bei der KfW selbst, sondern es läuft alles über Ihre Hausbank. Wenn Ihre Hausbank das Projekt begleiten will, leitet Sie den Antrag weiter. Hintergrund davon ist, dass die Hausbank zwar Ihr Kreditgeber ist, aber die KfW für 80% der Kreditsumme bürgt. Das ist auch der Grund warum Banken diesen Kredit vergleichsweise „gerne“ vergeben. Siehe Tipps!

Sollte die Hausbank Ihren Kredit weiterleiten, haben Sie sehr gute Chancen den Kredit zu erhalten. Die Ablehnungsquote der KfW liegt bei lediglich 5%.

Wichtig für die Beantragung ist der Businessplan. Dieser muss sowohl Ihre Hausbank als auch die KfW überzeugen. Die Bearbeitung Ihrer Dokumente nimmt Zeit in Anspruch und somit kann es bis zur Auszahlung einige Wochen dauern. Von der Einreichung des Businessplans bis zur Auszahlung können Sie mit gut 9 Wochen Bearbeitungszeit rechnen.

2. Mikrodarlehen der NRW-Bank

Eine teurere Variante der Finanzierung sind die Mikrodarlehen der NRW-Bank. Diese gehen von 5.000 bis 25.000 Euro. Auch hier werden keine Sicherheiten verlangt. Rechnen Sie hier mit einem Zinssatz von 4,5% p.a. Sie benötigen keine Hausbank.

Dieses können Sie für eine Neugründung oder für Ihre bestehendes Unternehmen beantragen. Voraussetzung ist, dass Sie nicht länger als fünf Jahre am Markt sind. Also behalten Sie das Mikrodarlehen auf jeden Fall im Hinterkopf, da er Ihnen auch nach der Gründung weiterhelfen kann. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie sich nach der Auszahlung zwei Jahre professionell beraten lassen. Diese Beratung wird ebenfalls gefördert.

3. Mittel aus den Mikromezzaninfonds

Sollten Sie mehr als 25.000 Euro benötigen, sollten Sie sich die Mittel aus den Mikromezzaninfonds der Bürgschaftsbank einmal genauer anschauen. Hier können ohne Hausbank Sie bis zu 50.000 Euro beantragen.

Auch hier benötigen Sie keine Sicherheiten. Allerdings ist die Mezzaninfinanzierung deutlich teurer als die oben genannten Varianten. Der Zinssatz beträgt 8% p.a. und es muss eine einmalige Auszahlungsgebühr in Höhe von 3,5% der beantragten Summer abgegeben werden. Zusätzlich müssen Sie eine jährliche Gewinnbeteiligung von maximal 1,5% abtreten. Die Tilgung erfolgt erst im achten Jahr.

Diese Variante ist sehr teuer, da im Laufe von 8 Jahren 100% Gebühren und Zinsen anfallen. Bitte berücksichtigen Sie, dass es sich hier um eine Risikofinanzierung handelt!

4. Privatinvestoren

Wenn keine dieser Finanzierungsmöglichkeiten für Sie infrage kommt, kann es sein, dass Sie auf private Investoren zurückgreifen müssen. Das ist in der Regel die teuerste Variante, da die Personen hinter dem Kredit ein persönliches Risiko tragen. Bei kleineren Summen sind Portale wie auxmoney.de vielleicht eine Variante für Sie. Es gibt auch die Möglichkeit des Crowdfundings bei höheren Summen.

 

Sollten Sie mehr als 100.000 Euro benötigen ist es für Sie unabdingbar sich professionell beraten zu lassen. Die Eigenkapitalquote kann durch die Standortwahl erhöht werden, siehe RWP-Mittel der NRW-Bank. Manchmal ist es sinnvoll, z.B. bei einer Firmenübernahme die Assets durch eine Leasing-Transaktion zu finanzieren.

Wir haben Ihnen nun einige mögliche Geldgeber für Ihr Vorhaben vorgestellt. Es gibt natürlich noch andere Kreditinstitute, doch die oben genannten haben sich auf Neugründungen und junge Unternehmen spezialisiert.

Wenn Sie einen tieferen Einblick in die Materie wünschen, schauen Sie sich die Broschüren des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an:

Ihr Gründungsberater kann Ihnen bei der Auswahl der Finanzierung helfen!

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Haben Sie andere Erfahrungen gemacht? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen! Vielen Dank.

 

 

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