Franchising

Moderne Sklaverei oder die Lizenz zum Geld drucken?
Franchising

Fehlt Ihnen die richtige Geschäftsidee? Dann könnte Franchising die richtige Alternative für Sie sein!

Aber was ist ein Franchise-System überhaupt? Hier eine kurze Definition:

„Beim Franchising besteht eine Partnerschaft zwischen Franchisegeber (das Unternehmen) und Franchisenehmer (der Gründer, in diesem Fall Sie). Der Franchisegeber stellt dem Franchisenehmer gegen Entgelt die Nutzung eines Geschäftskonzept zur Verfügung.“

Allerdings besitzen einige Franchisegeber einen fragwürdigen Ruf, da sie Ihre Versprechen nicht einhalten. Besonders bei großen und bekannten Franchise-Unternehmen sind die Vertragsbedingungen streng. Das kann sogar so weit führen, dass der Franchisegeber das Muster des Toilettenpapiers vorgibt. Doch nicht alle Systeme sind so aufgebaut. Viele kleinere und unbekannte Franchise-Konzepte sind flexibler. Aber Achtung! Diese können unerprobt sein und deshalb zum Scheitern neigen.

Bei der Suche nach einem Franchise müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. In welcher Branche möchte ich tätig sein? Habe ich besondere Fähigkeiten und genug Erfahrung?
  2. Wie viel Kapital möchte ich investieren?
  3. Möchte ich haupt- oder nebenberuflich ein Franchise gründen?

Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie hier ein passendes Franchising-Konzept finden!

Überstürzen Sie nichts. Lassen Sie sich Zeit bei der Recherche und nutzen Sie die verschiedenen Beratungsangebote. Weitere Informationen zum Thema Franchising finden Sie auch in den Broschüren des Bundesministerium für Wirtschaft oder auf der Seite des Deutschen Franchiseverbandes.

Franchising

Augen auf beim Franchising!

Sobald Sie sich für einen Franchise-Geber entschieden haben, prüfen Sie diesen genau. Wenn Sie ein DFNV-Siegel sehen, können Sie erst einmal davon ausgehen, dass es sich um einen seriösen Partner handelt, jedoch sollten Sie noch einmal eine eigenständige Prüfung durchführen. Diese Punkte sprechen für den Franchisegeber:

  • Transparenz: Es gibt Pilotprojekte, die Sie überprüfen dürfen. Vergleichen Sie die erreichten Benchmarks mit den Unternehmensdurchschnitt.
  • Der potentielle Partner kann positive Referenzen aufweisen. Reden Sie mit anderen Gründern und machen Sie sich Ihr eigenes Bild.
  • Es ist ein ausführliches Franchise-Handbuch vorhanden. Dies zeugt von Seriosität und einer klaren Struktur im Unternehmen.
  • Jahrelange Markterfahrung und viele Franchisenehmer sind ebenfalls positiv zu bewerten.
  • Die finanzielle Situation ist positiv und die Umsatzzahlen wachsen.

Lassen Sie sich von einem Unternehmensberater/Rechtsanwalt beraten, bevor Sie eine Unterschrift leisten.

Viele Franchise-Geber können Ihnen Folgendes bieten:

  • Gebietsschutz und Markenrechte
  • Mechanismen zur Streitschlichtung
  • Übernahme weiterer Lizenzen (Expansion)
  • Einen hohen Bekanntheitsgrad
  • Eine interne Zufriedenheitsanalyse
  • Finanzielle Zuwendungen für Werbezwecke
  • Unterstützung bei der Standortwahl

Sobald Sie den Franchisegeber Ihrer Träume gefunden haben, bleibt noch die Frage der Finanzierung. Die Kosten, um sich in ein Franchise einzukaufen liegen in der Regel zwischen 3.500 und 25.000 Euro. Sollten Sie kein Eigenkapital mitbringen, erfahren Sie hier mehr über potentielle Geldgeber. In der Regel werden Fördergelder oder Bürgschaften der Bürgschaftsbank bewilligt. In manchen Fällen hat der Franchisegeber eine Hausbank, die er empfehlen kann.

Um die Frage also zu beantworten: In den meisten Fällen handelt es sich beim Franchising nicht um „moderne Sklaverei“ und Franchisenehmer können durchaus sehr erfolgreich werden. Also lassen Sie sich Zeit, planen Sie genau und starten Sie mit Franchising in die Selbstständigkeit!

Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da, falls Sie weitere Fragen zum Thema Franchising haben.

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.